fraDiTa – Digitale Tafeln in Bildungskontexten

Fortführung und Aktualisierung der Bedürfnis- und Technologieanalysen zu digitalen Tafelsystemen mit dem Ziel einer Vereinheitlichung von Ausstattungs- und Supportkonzepten

Digitale Tafelsysteme, die zunehmend Einzug in Klassenräume halten, können die Lehrtätigkeit unterstützen und Lernen fördern. Ziel des Projekts fraDiTa ist es, möglichst praxistaugliche Kriterien für technische Voraussetzungen des Einsatzes digitaler Tafeln in Bildungskontexten zu entwickeln und damit Schulträger und Schulen bei der Auswahl und dem unterrichtlichen Einsatz zu unterstützen. Gleichermaßen können die entwickelten Kriterien Herstellern als Rückmeldung dienen und von diesen als Grundlage für eine schul- und praxisorientierte Weiterentwicklung digitaler Tafeln verwendet werden.

Digitale Tafeln binden die meisten (digitalen) Unterrichtsmedien nahtloser in den Unterricht ein, als Medienecken und Fachräume bisher dazu in der Lage waren. Auch im Rahmen von Tabletprojekten dienen digitale Tafeln als gruppentaugliche Präsentationsgeräte. Digitale Tafelsysteme können somit Hürden des schulischen Medieneinsatzes reduzieren und Lehrenden die Arbeit mit digitalen Medien im Unterricht erleichtern.

Aus Sicht der Schulen und der Sachaufwandsträgerin, die für Beschaffung und Wartung der Geräte zuständig ist, entstehen durch den Einsatz digitaler Tafeln – im Gegensatz zu ihren grünen Pendants mit Kreide – jedoch Mehraufwendungen: So müssen diese Geräte installiert sowie Softwarepakete und Treiberversionen stets aktuell gehalten werden. Darüber hinaus erhöht sich die Abhängigkeit der Schulen von technischen Dienstleistern, da mit einer nicht funktionsfähigen digitalen Tafel das zentrale Werkzeug des schulischen Unterrichts betroffen ist. Diese Abhängigkeit wird dadurch verstärkt, dass viele Schulen, die digitale Tafeln installieren, auf alternative Kreidetafeln oder klassische Whiteboards verzichten.

Hinzu kommt, dass bereits die Auswahl und Beschaffung geeigneter Systeme Entscheiderinnen und Entscheider herausfordert, wenn sie nicht über Erfahrungen und technisches Know-how verfügen, um diese vorausschauend zu beurteilen und somit möglichst nachhaltig zu investieren.

Im Rahmen des Projekts fraDiTa sollen Schulen und Bildungseinrichtungen möglichst bedarfsgerecht bezüglich der Beschaffung und des Einsatzes digitaler Tafeln im Unterricht beraten werden. Darüber hinaus erhalten Hersteller Rückmeldung aus der schulischen und universitären Praxis, die zu einer Verbesserung der Produkte zugunsten der nutzenden Schulen beitragen können.

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Kontakt:

Prof. Dr. Thomas Knaus
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Das Projekt wurde bis 2018 von Katharina Thülen betreut.

Status: aktiv // Teil des Kooperationsvertrags mit der Stadt Frankfurt am Main im Rahmen von fraLine4 sowie F&E (2011–2018)

Weitere Informationen: vgl. Publikationen

Schwerpunkt: Bildungsinformatik; Entwicklung